Motorposition die dritte …

Heute hatte ich eigentlich vor die Vorderachse zu komplettieren und Schaltgestänge, Kardanwelle und Differential einzubauen. Aber es dauert immer länger als man denkt.

Als erstes habe ich das alte e36 Lenkgetriebe wieder eingebaut. Da mir die Unterlegscheiben-Lösung, mit der ich schon 4 Jahre gefahren bin, ein Graus war und ist, habe ich mich endlich aufgerafft und entsprechende Distanzhülsen gedreht. Die Maße sind 3 und 10 mm, wobei die 3 mm Scheibe unter dem Lenkgetriebe montiert wird (Stichwort „Bumpsteer“). Die Hülsen werden dann noch später zusammen mit einigen anderen Teilen Pulverbeschichtet.

Nach Einbau musste ich zu meinem Erschrecken feststellen, dass das Lenkgetriebe fast die Ölwanne berührt. Anscheinend saß der Motor also IMMER NOCH NICHT in der richtigen Position.

Da ich also eh schon an der Drehmaschine war, habe ich mir zwei Distanzscheiben 70 x 5,5 mm aus Edelstahl gedreht und gleich mit M10 Gewinde versehen. So kann man diese Später direkt auf die Motorlager schrauben.

Es hat sich aber heraus gestellt, dass tatsächlich nur eine Distanzscheibe auf der Fahrerseite nötig war. Die Ölwanne stand im Vergleich zur Vorderachse auf der Fahrerseite minimal zu tief, welches die eine Distanzscheibe perfekt ausgeglichen hat.

Und genau diese eine Scheibe hat dem Lenkgetriebe ca. 5 mm Luft zur Ölwanne verschafft.

Als nächstes habe ich mir die Querlenker zur Montage vorgenommen. Um die Achstieferlegung bei den Gummilagern der Querlenker auszugleichen, hatte ich mir exzentrische M3 Quelerenkerlager besorgt. Diese wurden von mir absichtlich „falsch“ montiert, nämlich mit dem Loch nach unten. Das passt von der Achsgeometrie perfekt, da die Aufnahme des Querlenkers dadurch ziemlich genau die 16 mm der Achstieferlegung nach unten gewandert ist.

Das einzige, was sich also bei meiner Achsgeometrie durch die Achstieferlegung ändert ist der Sturz. Und selbst diesen könnte ich später bei Bedarf durch Domlager mit Sturzkorrektur noch einstellen.

Nachdem ich dann die Vorderachse mit Stabi komplettiert habe, habe ich mir noch mal die Platzverhältnisse wegen dem Hosenrohr angesehen. Bisher sieht das meiner Meinung nach sehr gut aus.

Nun, nachdem ich die Scheibe auf der einen Seite am Motorlager eingesetzt hatte, stand wie durch ein Wunder plötzlich auch das Getriebe samt Gummilagern so, wie es gehört. Sicherlich wird das ganz noch mal etwas anders aussehen, wenn die wirklichen Motor-Gummilager montiert sind, aber das kann man beidseitig mit weiteren Distanzscheiben an den Motorlagern dann endgültig einstellen.

Nachdem ich dann den Wagen abgelassen hatte, habe ich nicht schlecht gestaunt. Durch die eine Distanzscheibe berührt die Ansaugbrücke nun auch den Bremskraftverstärker endlich nicht mehr! Zwar geht es immer noch knapp zu, aber zum Anpassen und Schweißen der Abgasanlage scheinen nun endlich die Voraussetzungen zu stimmen.

Für morgen ist nun geplant das Schaltgestänge, die Kardanwelle und das Differential zu montieren. Da muss ich dann abschätzen, in wie fern die Achstieferlegung die Stellung der Kardanwelle zum negativen beeinflusst. Eventuell muss ich dort auch mit Distanzhülsen arbeiten, mal sehen. Wenn das soweit passt, werden die Hitzeschutzbleche wieder montiert und der Heckblechausschnit auf 6-Ender Größe umgeschweißt. Wenn das alles erledigt ist, kann die Konstruktion der Abgasanlage beginnen.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.