Ein Luxusapartment für die Batterie

Die letzten zwei Wochen war ich nicht untätig. Erst einmal habe ich unbebildert meinen Innenraum „aufgeräumt“ und viele zerfledderten Kabelbäume neu gewickelt. Außerdem habe ich mir aus einem originalen SA Stecker und den Alpine Steckern einen eigenen Soundsystem Kabelbaum gelötet und die Kabel meiner Stereoanlage neu verlegt. Das alles hat schon vier Tage in Anspruch genommen.

Seit letztem Wochenende bin ich dabei, das neue Heim meiner Batterie im Kofferraum einzurichten.

Der originale Schwingungsdämpfer des e30 Cabrios fliegt raus. Dessen Wirkung im Zusammenhang mit schwererem Motor vorne, Sportfahrwerk und dicken Stabis ist eh zweifelhaft. Anstatt dessen wird dort die Batterie montiert.

Als erstes musste ich mir das Material auswählen. Ich habe mich aus Gründen der Korrosion (Batteriesäure) gegen Alu entschieden. Da hinten mehr Gewicht in meinem Fall eher gut als schlecht ist, fiel die Wahl auf 2 mm Edelstahl.

Danach war auch schon die erste Nuss zu knacken. Der Cabrio Schwingungsdämpfern ist mit vier Schrauben an zwei Blechwinkeln in der rechten Seitentasche befestigt. Leider sind diese Gewinde etwas vertieft, sodass man an der Stelle eigentlich ein Blech tiefziehen müsste. Zudem soll die Batterie ja später nicht auf den Schraubenköpfen, sondern auf dem Blech stehen. Lange Rede, kurzer Sinn: die Aufnahmen des Blechs müssen irgendwie vertieft werden.

Ich habe mir aus 27 mm Edelstahlrohr mit 2 mm Wandstärke vier 6 mm breite Scheiben abgeschnitten und entsprechende Bleche als Deckel angefertigt.

Danach habe ich die Bleche annähernd rund ausgeschnitten, verschweißt, verschmirgelt und poliert.

Nachdem ich vier dieser Töpfchen gebastelt hatte, ging es an das schneiden und Biegen des eigentlichen Batterieblechs. Auch hier habe ich 2 mm Edelstahl verwendet.

Dabei war es mir wichtig wie im Original den hinteren Teil gleich als Halter für die Batterie auszuformen.

Danach und vor dem Verschweißen ging es an die erste Anprobe.

Schließlich habe ich dann das Blech sorgfältig mit WIG verschweißt.

Nun musste ich 24 mm Löcher für die „Töpfchen“ in das Blech bohren.

Dann ging es an das Verschweißen der Töpfchen. Das Abdeckblech des Schwingungsdämpfers war dabei einmal wieder eine super Schablone, um das richtige Lochraster für die spätere Montage zu treffen.

Das Bangen und Hoffen war dann jedenfalls groß, die erste richtige Probemontage stand an.

Als letzte Nuss war die vordere Fixierung der Batterie zu knacken. Ich wollte das originale Halteblech mit der originalen, langen Schraube verwenden. Dabei besteht aber das Problem, dass im Original das Gewinde unter dem Batterieblech sitzt. Das geht beim Cabrio nicht, da dort die Halter vom Blech sitzen.

Etwas verbrauchtes Hirnschmalz später dann die Idee.

Das Gewinde der originalen Schraube musste ich noch etwas kürzen.

Als letzten Schritt habe ich dann aus Antirutschmatten eine Unterlage für die Batterie und „Trenner“ zwischen Edelstahlblech und Aufnahmen geschnitten.

Dann ging es an die Endmontage!

Schließlich habe ich die originale Limousinen Abdeckung der Batterie so modifiziert, dass sie im Cabrio passt – sprich einen Schlitz geschnitten, wo der Dämpfer der Heckklappe sitzt.

Nun bin ich seit heute dran mir Gedanken um den Verbau von Verstärker und Kondensator zu machen. Dazu aber mehr, wenn aus den Gedanken etwas fass- und fotografierbares geworden ist 😉

2 Kommentare

  1. Hallo Frank,

    da hast du dir richtig Mühe gegeben mit dem Batteriefach. Sieht Klasse aus, top Arbeit!!
    Mach weiter so

    Kai (der das Batteriefach einfach aus einem 325i in seinen 316 verbauen will ;-))

  2. Hallo Kai,

    danke für das Lob 🙂 Ich hätte da auch lieber einfach das originale Plastikblech rein gedübelt, aber das passt wie gesagt nicht wirklich gut da rein 😉

    Grüße,
    Frank

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