Zusammenbau Motor Teil 4: Motorblock Kurbeltrieb

Endlich mache ich mal weiter mit meinem Blog. Die letzten 10 Tage habe ich jede freie Minute in den Motor und leider nicht in die Pflege meines Blogs gesteckt.

Als erstes ging es an die Montage des kompletten Kurbeltriebs, also der Kurbelwelle inkl. Kolben.

Dazu musste ich mir erst mal den nackten Block vornehmen und die Zylinderlaufbahnen entfetten. Das Fett war uralt. Da auf dem Block die Jahreszahl 92 steht und der Block noch nie verbaut war, nehme ich an, dass er seit 20 Jahren irgendwo in der Ecke steht. Jedenfalls hat er trotz der dicken Fettschicht etwas Flugrost an den Zylinderlaufbahnen angesetzt. Jedoch nie so viel, dass man den Rost mit den Fingern spüren würde. Also habe ich die Laufbahnen nach dem Entfetten über Nacht mit rostlösendem Öl eingeweicht und dann ganz vorsichtig mit einer weichen Kupferbürste entrostet. Nirgendwo sieht man Schleifspuren von der Bürste, die originalen Honspuren sind nach wie vor einwandfrei zu erkennen und der Flugrost ist signifikant weniger geworden. Ich hoffe, dass das so ausreichend ist. Immerhin muss man bedenken, dass so eine Laufbahn auch bei einem neuen Motor in „freier Wildbahn“ quasi sofort Flugrost ansetzt und danach trotzdem funktioniert.

Danach habe ich die alte Kurbelwelle aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt, gereinigt und die Hauptlagerböcke des neuen Motors entfernt.

Die Kurbelwelle dreht einwandfrei, demnach sollte das so funktioniert haben.

Als nächsten Schritt habe ich mir die Kolben einen nach dem anderen vorgenommen. Es wurden von mir neue Kolben von Kolbenschmid im richtigen Mass mit neuen Kolbenringen verbaut. Die alten Pleuel und Pleuellagerböcke wurden von mir so gut es ging gereinigt und mit neuen Schrauben und Muttern versehen.

Danach konnte es an die Montage der Kolben gehen.

Diese Operation galt es dann sechs mal durchzuführen. Nach jedem montierten Kolben habe ich die Kurbelwelle per Hand durchgedreht und somit das Ganze auf Leichtgängigkeit überprüft.

Abschließend habe ich noch einen neuen Simmering in den getriebeseitigen, gereinigten Deckel der Kurbelwelle eingesetzt und das ganze mit einer neuen Dichtung und etwas Curil T Dichtmasse montiert.

1 Kommentar

  1. Ah, endlich – ich hatte schon befürchtet du hast Urlaub und machst nix mehr an deinem Renner ;-))

    Gruß Kai

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.